Blond – einige Basic Facts

Stilberatung und Stylingberatung Friseur in Köln am Neumarkt

Warum ist blondiertes Haar so häufig geschädigt? Was enthalten Pflegeprodukte für blondiertes Haar? Was machte man früher um die Haare zu blondieren? Hier sind einige Antworten darauf.

Techniken beim Blondieren

Es gibt sehr viele Techniken, um Haare aufzuhellen. So kann man zum einen Strähnentechniken anwenden oder die Haare komplett blond färben. Bei den Strähnentechniken sind Foliensträhnen in Form von gewebten Haarsträhnen oder Slices beliebt. Auch können helle Strähnen an gezielten Stellen eingearbeitet werden.

Aber auch Freihandtechniken können angewendet werden. Hierbei wird der Blondierbrei aufgemalt oder eingekämmt. Dabei ist jedoch eine dickere Konsistenz nötig, damit er nicht vom Haar herunterläuft. So können individuelle Highlights eingearbeitet werden. Bei kurzem Haar bieten sich Haubensträhnen an. Dabei werden die Strähnen durch die Löcher einer Plastikhaube gezogen. In unserem Friseursalon in Köln haben wir mit den verschiedensten Techniken gute Erfahrungen gemacht. Wir beraten Sie gerne bei der Entscheidung, welche für Sie die geeignetste ist.

Warum ist blondiertes Haar so häufig geschädigt?

Beim Blondieren wird das Haar zuerst durch das Alkalisierungsmittel aufgequollen, sodass die Inhaltsstoffe in das Haar eindringen können. Der enthaltene Sauerstoff des Wasserstoffperoxids wird freigesetzt. Das Quellen sorgt dafür, dass sich die Schuppenschicht abspreizt. Durch den Sauerstoff der Persalze und des Wasserstoffperoxids im Färbebrei werden natürliche und künstliche Farbpigmente abgebaut, die in der Keratinmasse des Cortex verankert sind. Da, wo zuvor die Pigmente in der Cortex waren, sind kleine Löcher entstanden, ähnlich wie bei einem Schwamm. Das Haar macht einen porösen Eindruck. Je mehr Pigmente abgebaut werden, desto poröser wird das Haar.

Wie kann man diese Schädigungen der Struktur des Haares bei Blondierungen vermeiden?

Es gibt neuartige Produkte auf dem Markt, wie Olaplex, Colorphlex, Keraphlex und Fibreplex. Diese können während des Blondierens dazugegeben werden um die Schädigung der Haare gering zu halten. Die geschädigten Disulfidbrücken der Faserschicht werden durch diese Wirkstoffe repariert und ergänzt. Man könnte es auch so ausdrücken, dass sie während des Blondierens „erneuert“ werden. So kann eine dauerhafte Schädigung vermieden werden. Von einigen Herstellern gibt es Zusätze, die während des Blondierens als Keratinfüller funktionieren. Um eine langsame Oxidation im Haar nach dem Blondieren aufzuhalten, sind Haarpflegeprodukte mit Antioxidantien empfehlenswert.

Welcher Blondton harmoniert mit welchem Hautton?

Der Hautton ist bei der Auswahl der Haarfarbe sehr entscheidend. Bei einem harmonischen Ergebnis kommt die Farbe gut zur Geltung und wirkt sich positiv auf den Gesamteindruck aus. Goldtöne passen beispielsweise gut zu warmen Hauttönen. Bei kühleren Hauttönen hingegen passen aschblonde Töne sehr gut. Bei hellen Hauttönen, zum Beispiel mit Sommersprossen, oder einem Porzellantaint sieht Goldblond sehr gut aus. Bei gebräunter Haut kann Platinblond einen interessanten Kontrast bieten. Natürlich spielt bei der Auswahl immer auch der Kundenwunsch eine wichtige Rolle.

Die angemessene Pflege bei blondiertem Haar

Die sogenannten „P(h)lexe“ können auch zur Haarpflege eingesetzt werden. Der Cortex wird dabei mit Proteinen versorgt und gestärkt. Diese dringen in das Haar ein und schützen vor Haarbruch und Spliss. Aber auch das richtige Shampoo ist nicht zu vernachlässigen. Verwenden Sie am besten ein Shampoo mit vielen pflegenden Inhaltsstoffen, welches die Haare schonend reinigt und nicht zum Austrocknen führt. Beim Kämmen sollte man darauf achten, dass man das Haar sanft von der Spitze bis zum Ansatz durchkämmt und nicht „durchreißt“. Auch dadurch können Haarbruch und Spliss verhindert werden. Zur Erleichterung des Kämmens kann auch eine Spülung angewendet werden oder ein Pflegeprodukt, das man aufsprüht und das danach im Haar verbleibt. Die regelmäßige Anwendung einer Intensivkur ist ratsam, denn sie stärkt die Haare und baut die Haarstruktur wieder auf. Beim Föhnen oder Glätten achten Sie immer auf wirksamen Hitzeschutz. Verwenden Sie eine möglichst niedrige Temperatureinstellung sowohl beim Föhnen, als auch beim Glätten mit dem Glätteisen.

Wie blondierte man sich die Haare früher?

Bereits in der griechischen und römischen Antike galt Blond als die Haarfarbe der Götter. Sehr reiche Bürger versuchten es mit dem Einweben von Goldfäden oder sie streuten sich Goldstaub auf das Haar, was einen prächtigen hellen Schimmer ergab. Die ärmeren Bürger verwendeten Eidotter, Ziegentalg, Kamillenblüten, Pottasche und Birkenschalen um die Haare heller zu bekommen, wobei sie diese Bestandteile einzeln oder als Mischung anwendeten. Nach dem Sommerurlaub am Meer stellt man häufig fest, dass das Haar einen Tick heller geworden ist. Dieser Effekt war auch bei den Römern schon bekannt. Sie feuchteten die Haare mit Salzwasser an und ließen sie dann in der Sonne trocknen. In der Renaissance gab es dafür einen eigens entwickelten Hut, die „Solana“. Dieser war oben mit einer Öffnung versehen, um die Haare auf den Breiten Rand legen zu können.

Die Experten der  Stilberatung und Stylingberatung Kla Friseur in Köln am Neumarkt fassen zusammen:

Basic Facts: Inhaltsstoffe von Haarpflegeprodukten

Diese Inhaltstoffe werden oft in Produkten für blondiertes Haar verwendet:

  • Öle: Öle, wie Arganöl, Leinsamenöl, Sonnenblumenöl oder Olivenöl wirken in einer angemessenen Dosierung nicht belastend, machen das Haar jedoch griffig und verleihen ihm einen seidenen Glanz.
  • Coenzym Q10: Dieser Wirkstoff findet sich oft in Shampoos und Spülungen. Er kräftigt die Schuppenschicht und das Haar wird glänzend und leicht kämmbar.
  • Fette/Lipide: Sie schließen die Schuppenschicht und wirken als eine Art Kittsubstanz. Ein Beispiel sind die sogenannten Ceramide.
  • Farbstoffe: manchmal sind violett-blaue Farbstoffe in Kuren, Shampoos oder Spülungen enthalten. Sie sollen einen Gelb-Stich korrigieren und sorgen für ein glänzendes Blond.
  • Feuchtigkeitsspender: Sie geben dem Haar die verlorengegangene Feuchtigkeit zurück. Beispiele sind Panthenol oder Glycerin.
  • Milde Tenside: Häufig sind amphotere Tenside in Shampoos enthalten. Diese reinigen das Haar schonend und entziehen ihm nicht unnötig Feuchtigkeit.
  • Keratinfüller: Das können zum Beispiel synthetisch hergestellte langkettige Polymere sein, Seidenproteine oder Milchproteine. Sie bauen den Faserstamm auf und reparieren ihn. Sie sind besonders häufig in Intensivkuren enthalten.